Montag, 13. Juli 2015

Ein denkwürdiges Jahr

1930 wurde nicht nur der Pluto entdeckt

Edwin „Buzz“ Aldrin war 19 Tage alt, Viola Armstrong im dritten Monat schwanger mit ihrem Sohn Neil, als der Astronom Clyde Tombaugh am 18. Februar 1930 nach der Durchsicht tausender Himmelsfotografien endlich den lange gesuchten neunten Planeten des Sonnensystems fand. Morgen erreicht nun zum ersten Mal eine Raumsonde den Pluto und krönt damit das Lebenswerk der ersten Raumfahrt-Generation. Alle neune – jeder Planet in unserer unmittelbaren kosmischen Nachbarschaft wurde mindestens einmal von irdischen Robotern besucht.

Schon klar, Pluto ist eigentlich gar kein Planet, aber ... ach, lasst uns morgen darüber reden: bei einem Spaziergang durchs Sonnensystem auf dem Planetenlehrpfad am Elbdeich in Wedel ist ausreichend Zeit dafür. Denn egal ob Zwergplanet, Plutoid oder was auch immer – der morgige Vorbeiflug ist ein besonderes Ereignis, das einen Moment des Innehaltens verdient.

Niemand verpasst etwas: Die Funksignale brauchen fast fünf Stunden bis zur Erde. Wenn wir in der Sekunde losgehen, in der New Horizons die größte Nähe zum Pluto erreicht, können Sie längst wieder vor einem Bildschirm sitzen, sobald die ersten Bilder eintreffen. Die genauen Daten für den Spaziergang sowie eine Anfahrtskizze finden Sie im nachfolgenden Blogeintrag.

Und falls Sie oben den Namen Michael Collins vermisst haben sollten: Auch der dritte Teilnehmer der ersten Mondlandemission Apollo 11 wurde im denkwürdigen Jahr 1930 geboren, am 31. Oktober. Ist schon ein besonderer Jahrgang.

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